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Büromaterial: Preiserhöhungen je Warengruppe prüfen

Die Preise steigen je Warengruppe sehr unterschiedlich. Eine pauschale Erhöhung über das ganze Sortiment bildet das nicht ab.

Wie sich die Preise entwickeln

Preise im September 2026 Veränderung gegenüber September 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, Erzeugerpreise (20. Oktober 2026) und Großhandelsverkaufspreise (14. Oktober 2026).
  • Erzeugerpreise insgesamt

    +6,7 %

  • Erzeugerpreise ohne Energie

    +3,2 %

  • Papier, Pappe und Waren darausErzeugerpreise

    +1,6 %

  • Holz sowie Holz- und KorkwarenErzeugerpreise

    +7,1 %

  • Chemische GrundstoffeErzeugerpreise

    +11,3 %

  • Datenverarbeitungsgeräte und PeripherieGroßhandel

    +12,1 %

  • Chemische ErzeugnisseGroßhandel

    +16,4 %

Papierpreise steigen deutlich weniger als der Durchschnitt, chemie- und energienahe Waren und der Transport deutlich mehr. Als Grund nennt das Statistische Bundesamt die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, die vor allem über Energie und Vorleistungsgüter wirken. Eine Erhöhung, die für alle Warengruppen gleich ist, bildet das nicht ab.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Grundlage ist der Katalog- oder Listenpreis. Rabatte gelten pauschal auf die Liste oder als Nettopreis je Artikel. Für das Kernsortiment, die meistgekauften Artikel, lassen sich Festpreise mit Preisbindung vereinbaren; für das Randsortiment gilt Liste minus Rabatt. Dazu kommen Staffeln, Jahresboni, Mindermengenzuschläge oder Mindestbestellwerte, Lieferkosten und Zuschläge für die Belieferung einzelner Filialen.

Achten Sie auf den Katalogwechsel: Steigen die Listenpreise, steigt das Randsortiment mit, ohne dass jemand eine Erhöhung ankündigt.

Welcher Index passt

Für Herstellerware eignen sich die Erzeugerpreise des Statistischen Bundesamts (Statistik 61241), für Handelsware die Großhandelsverkaufspreise (61281), jeweils in der feinsten passenden Warengruppe.

Sechs Stellen, an denen Verträge für Bürobedarf Geld kosten

  1. Eine Erhöhung für alles. Papier, Pappe und Waren daraus lagen im September 2026 nur 1,6 % über dem Vorjahr, chemische Grundstoffe 11,3 %. Wer einheitlich erhöht, verlangt für Papier zu viel.
  2. Katalogwechsel im Randsortiment. Neue Listenpreise heben das Randsortiment ohne Ankündigung. Vereinbaren Sie eine Preisbindung oder eine Obergrenze für Listenänderungen.
  3. Rechnung weicht vom Vertrag ab. Prüfen Sie die meistgekauften Artikel auf den Rechnungen gegen die vereinbarten Preise.
  4. Zu viele Varianten. Jede Variante verteilt Ihr Volumen. Standardisieren Sie das Kernsortiment und lassen Sie gleichwertige Alternativartikel zu.
  5. Kleinbestellungen je Filiale. Mindermengenzuschläge und Lieferkosten entstehen bei vielen kleinen Bestellungen. Bündeln Sie Bestellungen und legen Sie Lieferrhythmen fest.
  6. Fracht ohne Formel. Die Erzeugerpreise für Kraftstoffe lagen im September 2026 48,6 % über dem Vorjahr. Lassen Sie Fracht und Kraftstoffzuschläge getrennt und nach einer Formel ausweisen, die auch wieder sinkt.

Bevor Sie einer Erhöhung zustimmen

Fragen Sie Ihren Lieferanten schriftlich:

  • Wie verteilt sich die Erhöhung auf die Warengruppen?
  • Welche Preise gelten für die meistgekauften Artikel, und wie lange?
  • Wie oft wechselt der Katalog, und wie wirkt das auf unseren Rabatt?
  • Ab welchem Bestellwert entfallen Mindermengenzuschlag und Lieferkosten?
  • Wie berechnen Sie Fracht und Kraftstoff?

Für die Prüfung brauchen Sie: den Rahmenvertrag mit Preisliste, die Bestellungen der letzten zwölf Monate nach Artikel und Filiale, die Rechnungen und die Ankündigung der Erhöhung.

So verhandeln wir Bürobedarf nach

Wir werten Ihre Bestellungen der letzten zwölf Monate aus, prüfen die Rechnungspreise der meistgekauften Artikel gegen den Vertrag und verhandeln Festpreise für das Kernsortiment, Rabatte für den Rest und gebündelte Lieferungen. Große Verträge verhandeln erfahrene Einkäufer, die wir Ihnen vor der ersten Verhandlung vorstellen. Für kleine Verträge führen wir 2027 Software ein. Jeden Abschluss geben Sie frei.

Häufige Fragen zu Büro- und Verbrauchsmaterial

Der Lieferant erhöht Kopierpapier um 8 % und verweist auf Energiekosten. Ist das begründet?

Eher nicht. Die Erzeugerpreise für Papier, Pappe und Waren daraus lagen im September 2026 nur 1,6 % über dem Vorjahr. Energie stieg um 14,9 %, betrifft aber nur den Energieanteil der Kosten. Fordern Sie eine Aufschlüsselung.

Warum steigen Reinigungsmittel und Folien stärker als Papier?

Sie hängen an Chemie und Öl. Chemische Grundstoffe lagen im September 2026 11,3 % über dem Vorjahr, chemische Erzeugnisse im Großhandel 16,4 %.

Welcher Preisindex eignet sich als Referenz?

Für Herstellerware die Erzeugerpreise (Statistik 61241), für Handelsware die Großhandelsverkaufspreise (61281) des Statistischen Bundesamts, jeweils in der feinsten passenden Warengruppe.

Wie vermeiden wir Mindermengenzuschläge im Filialnetz?

Bündeln Sie Bestellungen, legen Sie feste Lieferrhythmen fest und schreiben Sie in den Vertrag, ab welchem Bestellwert kein Zuschlag anfällt.

Quellen

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